MEETING BOOSTER
Die optimierte Besprechung
Mitarbeitergespräche
sind für jede Führungskraft das bedeutsamste Führungswerkzeug. Im
Verhältnis zu Geschäftspartnern sind Meetings / Besprechungen die
entscheidenden Schlüsselmomente in der Beziehung zum Kunden. Nur mittels
Kommunikation kann man führen und Beziehungen gestalten. Im Meeting, in
der Besprechung, zeigen Menschen ihr persönliches Selbstkonzept, die
Beziehung zwischen Führungskräften und somit dem Unternehmen und den
Mitarbeitern werden für alle Beteiligte sichtbar. Im Meeting wird
motiviert – oder demotiviert. Meetings /Besprechungen sind die
entscheidenden Momente im beruflichen Leben jedes Teilnehmers, in denen
er seinen Wert feststellt. Kunden oder Lieferanten erkennen im Meeting
ihren Wert in der Beziehung zum Unternehmen.
Es ist zwar eine Tatsache, dass in Meetings gelegentlich viel Geld in
Form von Arbeitszeit der Beteiligten verschwindet, jedoch sind die
Folgeschäden von unprofessionell geführten Meetings unvergleichbar
größer. Nach den Regeln des EVOAL®-Systems (Jörg Mestmacher) werden in
jedem Meeting besonders viele bedeutsame Beziehungsbuchungen zwischen
den Teilnehmern ausgetauscht – ob sie wollen oder nicht.
Mit dem MEETING BOOSTER von Jörg Mestmacher werden Meetings, Tagungen,
Besprechungen oder Sitzungen zum Erfolg. Gewöhnen Sie sich und die
Teilnehmer langsam an die MEETING BOOSTER Technik. Wenn Sie offen nach
jedem Meeting eine kleine Manöverkritik halten, wird sich recht schnell
der gewünschte Erfolg einstellen. Jörg Mestmacher durfte schon in vielen
Unternehmen an der Vorbereitung und dem Ablauf von Meetings nach diesen
Regeln mitwirken. Realisieren auch Sie Ihre Meetings mit dem MEETING
BOOSTER - Sie werden feststellen, dass es weniger Konflikte gibt, die
negative Stress-Belastung der Teilnehmer sinkt. Alle Teilnehmer werden
gut motiviert. Sie erreichen Ihre Ziele wesentlich besser. Bei
Kunden-Meetings verstärkt sich die Kundenbindung. Sie gewinnen
persönlich sehr viel Zeit!
MEETING BOOSTER
1. Der Moderator
Jedes Meeting wird von einem Moderator geleitet, der freundlich aber
konsequent auf die Einhaltung der Regeln achtet und jedem Teilnehmer das
Wort erteilt. Wenn der Moderator selbst ein Thema vorträgt, übernimmt
ein anderer Teilnehmer die Moderation. Die ranghöchste Führungskraft
sollte nicht unbedingt selbst Moderator sein. Der Moderator achtet auf
die genaue Einhaltung der Zeitplanung und sorgt dafür, dass die
Meeting-Ziele nicht einseitig von Teilnehmern erweitert oder miteinander
vermengt werden. Er unterbindet jedes Abschweifen vom Thema und stoppt
Killer-Phrasen. Er ruft jeden Tagesordnungspunkt im Meeting auf und
fasst das Ergebnis kurz für das Protokoll zusammen.
Der Moderator regt „Pro-aktives Zuhören“ (Zusammenfassen des zuletzt
gehörten Beitrages ohne Wertung in einem Satz vor dem eigenen Beitrag)
an und achtet darauf, dass Zusammenhänge und Strukturen möglichst immer
visualisiert werden.
2. Sorgfältige Vorbereitung jedes Meetings
Grundsätzlich wird eine Meeting - Checkliste benutzt, das spart Zeit
und man vergisst weniger.
Mit allen Vortragenden erfolgen sorgfältige Absprachen.
Die Teilnehmerzahl sollte möglichst klein sein
Nur eine Person ist für die Vorbereitung des ganzen Meetings
verantwortlich
Die Ziele des Meetings und jedes Tagesordnungspunktes werden
schon in der Planung festgelegt und jedem Teilnehmer bekannt gemacht.
3. Ständig sichtbarer Meetingplan / Tagesordnung
Der Meetingplan / die Tagesordnung ist eine Tabelle, die ständig für
alle Teilnehmer sichtbar sein muss. Das geht zum Beispiel gut mit einem
Beamer oder einem Flip-Chart. Der Meetingplan / die Tagesordnung enthält
sechs Spalten mit folgenden Überschriften:
1. Nr. des Tagesordnungspunktes
2. Beginn des Tagesordnungspunktes (Uhrzeit)
3. Dauer des Tagesordnungspunktes (Minuten)
4. Thema, genau formuliert
5. Ziel - was soll im Meeting heute passieren? Siehe bitte Punkt 3.
Entweder A.,B., C, oder D.
6. Verantwortlicher Vortragender
Der Meetingplan sollte mindestens 48 Std. vor dem
Meeting jedem Teilnehmer bekannt sein, besser ist eine
Informations-Vorlaufzeit von einer Woche.
Der Meetingplan / Tagesordnung wird nach der Begrüßung vom Moderator
verlesen. Es wird gefragt, ob Veränderungen oder Ergänzungen gewünscht
werden. Über Vorschläge zur Tagesordnung wird ohne lange Diskussion
sofort abgestimmt. Der Moderator stellt sodann fest, dass exakt nach dem
beschlossenen Meetingplan vorgegangen wird.
4. Es darf nur ein Ziel je Tagesordnungspunkt verfolgt werden!
Bei der Vorbereitung des Meetings / Besprechung muss entschieden werden,
welches der vier hier genannten Ziele jeweils erreicht werden soll.
Es dürfen nicht zwei oder mehr Ziele unter einem Tagesordnungspunkt
verfolgt werden. Das führt unweigerlich zu den allseits bekannten
Konfusionen. Ziel jedes Tagesordnungspunktes darf jeweils nur sein:
A. Vertiefende
Information, Berichte, Beantwortung von Fragen
B. Diskussion, Debatte, Argumente der Beteiligten vortragen
C. Brainstorming, Ideen sammeln, gemeinsame Analysen
D. Entscheidung, Wahlen, Entscheidungsvorbereitung
Dies ist wohl der Punkt im MEETING BOOSTER, der
am meisten Disziplin und Erfahrung verlangt. Sobald ein Teilnehmer zum
Beispiel von C. Brainstorming in B. Diskussion wechselt, muss der
Moderator sofort höflich eingreifen.
5. Klären Sie vorab und geben bekannt, wie Entscheidungen getroffen
werden:
a) Führungskraft entscheidet alleine,
b) Führungsmannschaft entscheidet mehrheitlich,
c) Mehrheit im Meeting / Besprechung entscheidet.
Wenn Tagungsteilnehmer enttäuscht feststellen müssen, dass sie nur als
Ideengeber, Publikum oder Befehlsempfänger gebraucht wurden, sonst aber
als Person vollkommen unbedeutet sind, setzen Führungskräfte extreme
Negativbuchungen (EVOAL®), die kaum jemals wieder auszugleichen sind.
Dauerhafte Demotivation und Frustration wären die Folgen. Wird vorab
geklärt, wie Entscheidungen fallen, gibt es keine Enttäuschungen.
6. Kein Wortbeitrag darf über 60 Sekunden dauern!
Eine Ausnahme bilden Vorträge.
7. Das Meeting / die Besprechung wird niemals zur (reinen)
Informationsvermittlung missbraucht. Das geht (vorher) billiger,
schneller und besser!
Alle notwenigen Informationen zu jedem Tagesordnungspunkt stehen für
jeden Teilnehmer einige Tage vor dem Termin schriftlich zur Verfügung.
Keine langen Schriftsätze, hier sind Kurzform und sind Stichworte
gefragt. Die Teilnehmer sollen anhand der vorab übermittelten
Informationen und deren Reflektion über andere beteiligte Menschen ein
breites Informations- und Meinungsspektrum in das Meeting einbringen.
8. Keine Kommentare, Meinungen und Diskussionen zu erstmals im
Meeting vermittelten Informationen! Nur vertiefende Fragen sind erlaubt.
Menschliche Gehirne benötigen meist 24 bis 48 Stunden, um alle
notwendigen Verknüpfungen herzustellen, damit aufgenommene komplexe
Informationen vollständig verstanden und in der Bedeutung gewertet
werden können. Spontane Wortbeiträge zur vollkommen neuen Informationen
besitzen meist einen relativ guten Wert als Emotions-Barometer. Sachlich
und fachlich ist deren Wert eher als gering einzustufen.
9. Eine Uhr mit Sekundenzeiger sollte für alle Teilnehmer (auf dem
Tisch) ständig sichtbar sein.
10. Jedes Thema, jeder Tagungsordnungspunkt, darf maximal 15 Minuten
dauern.
Falls ein umfangreiches Thema über längere Zeit (mehrere Stunden,
ggf. Tage) behandelt werden soll - untergliedern Sie die Tagesordnung.
So wird der stufenweise Fortschritt für jeden Teilnehmer
sichtbar.
11. Für jeden Tagesordnungspunkt gibt es nur einen
verantwortlichen Vortragenden.
12. Am Ende jedes Tagesordnungspunktes fasst der Moderator zusammen,
a) was b) von wem c) bis wann zu tun ist.
Diese Zielvereinbarungen werden in einem kurzen Protokoll
nach dem Meeting aufgeschrieben und gehen innerhalb von 48 Std. jedem
Teilnehmer zu.
13. Nach dem Meeting / Besprechung: Kontrolle der Erreichung
anvisierter Ziele zwischen den verantwortlichen Führungskräften und dem
Moderator.
14. Strenge akustische Abschirmung und akustische Disziplin
Das menschliche Ohr empfängt keine Worte und keine sonstigen
Geräusche. Das menschliche Ohr empfängt lediglich Schwankungen des
Luftdrucks, das Gehirn muss die daraus gewonnenen Signale erst in
komplizierten Prozessen von einander trennen, analysieren und ihnen eine
Bedeutung beimessen. Nebengespräche oder Nebengeräusche belegen bis
zu 35% der Kapazität des Arbeitsspeichers im menschlichen Gehirn!
Daher: Äußerste Disziplin bei der Moderation - nur ein Teilnehmer darf
sprechen, Handy-Verbot, alle fremden Geräusche werden abgeschirmt -
äußerste Ruhe!
15. Strenge visuelle Reizabschirmung und strenge visuelle
Informationsbeschränkung
Das menschliche Auge empfängt keine Bilder von Menschen und
Gegenständen. Menschliche Augen empfangen lediglich ein gigantisches
Konglomerat von elektromagnetischen Schwingungen unterschiedlicher
Frequenzen. Gehirne konstruieren aus den übertragenen Signalen dann
bewegte Bilder. Dann werden Körper, Gegenstände und Vorgänge erkannt und
diesen nach den gespeicherten Erfahrungsmustern eine Bedeutungen
beigemessen. Das passiert jeden Augenblick neu. Sind viele visuelle und
akustische Reize und Informationen in einem Tagungsraum vorhanden, so
werden die Arbeitsspeicher in den Gehirnen der Teilnehmer während großer
Zeiträume im Meeting / Besprechung fast vollständig belegt. Qualität
kann bei großer visueller Informationsflut im Meeting niemals erreicht
werden. Sie können entscheiden: Wollen Sie den Teilnehmern nette
Unterhaltung bieten, wollen Sie Lebens- und Arbeitszeit vergeuden oder
wollen Sie Erfolge? Daher gelten folgende Regeln:
- einfarbige helle
Wände, keine stark gemusterten Tapeten
- keine Bilder an den Wänden!
- dezente nicht auffallende Leuchten
- dunkler unauffälliger weicher Bodenbelag, der viel Lärm aufnimmt
- dezente schwere Vorhänge / Schals, die Lärmschwingungen aufnehmen
- keine Ausstellungsstücke, Muster oder andere interessante Gegenstände
dauernd im Raum, diese Gegenstände werden nur während ihrer
Präsentation im Raum belassen,
- Fenster mit schönen oder gar interessanten Ausblicken werden mit
blickdichten Stores verdeckt,
- keine kräftigen Düfte - nur der Duft von Kaffee, Tee oder Gebäck ist
erlaubt
- unterbinden Sie höflich größere Selbst-Inszenierungen einzelner
Teilnehmer – Menschen besitzen nur eine Bewusstseinsoberfläche,
wird diese mit „Datenmüll“ belegt, bleibt keinerlei Kapazität mehr für
die Ziele ihres Meetings!
16. Beachtung der Beziehungsbuchungen nach dem EVOAL®-System
Hier einige Beispiele zur Vermeidung von neutralen oder gar negativen
Beziehungsbuchungen:
- Teilnehmer sollten niemals im Tagungsraum warten müssen
- Jeder Teilnehmer wird möglichst persönlich ganz besonders herzlich
begrüßt
- Pünktlichkeit und Disziplin sind oberstes Gebot, besonders bei den
Führungskräften
- Sofort bei Betreten des Tagungsraums werden jedem Teilnehmer
hochwertige Getränke (frischer Kaffee oder Tee, Kaltgetränke) und
hochwertiges Gebäck angeboten
- Höflichkeit und Wertschätzung werden mit Worten, mit Handlungen und
zum Beispiel mit gepflegter Kleidung zum Ausdruck gebracht
- reservierte Parkplätze für fremde Besucher (am besten mit
Namensschild bei Kundenbesuchen: "Herr/Frau ...... von Firma ....., das
ist heute Ihr Parkplatz") direkt neben dem Eingang
- fremde Besucher werden im Hausflur / Empfangshalle begrüßt (gut auch
auf einem Begrüßungsschild) und direkt bis in das Tagungszimmer
begleitet
- für jeden Teilnehmer steht ein hochwertiges Namensschild (mit
Vornamen) auf seinem Platz, auch bei kleiner Teilnehmerzahl
- der Moderator achtet darauf, dass alle Teilnehmer möglichst
gleichwertig zu Wort kommen, niemals darf ein Teilnehmer am Ende des
Meetings gar nicht gesprochen haben. Die Grundlage für dieses wichtige
Ziel wird gelegt, wenn der Moderator zum Beginn des Meetings von jedem
Teilnehmer ein kurzes Statement zu einem Thema einholt.